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Tourcode 867651-01

Datum: 05. bis 21. August 2018

Die sibirische Arktis stellt für viele immer noch ein Gebiet voller Geheimnisse dar. Eine einzigartige Flora und Fauna hat hier die Zeit überstanden. Die Inseln sind von Gletschern gestaltet und mit Bergen bedeckt und eine arktische Tierwelt aus Eisbären, Rentieren und Walrossen hat hier ihren natürlichen Lebensraum.

Im Gegensatz zu anderen arktischen Inseln hat die Wrangel Insel weder eine permanente Eiskappe noch Gletscher. Jedoch machen es nahe der Grenze zum ewigen Eis Packeis-Schollen selbst im Sommer schwierig, sie auf den Seeweg zu erreichen. Die Tundralandschaft wird von Rot– und Brauntönen bestimmt, aber auch blühende Pflanzen können wir finden. Noch bevor der Schnee geschmolzen ist, kommen auch die ersten gefiederten Sommergäste auf die Insel und beginnen, in den geschützten, grünen Tälern mit dem Nestbau. Die Tatsache, dass im Sommer das Küsteneis aufbricht, führt auch Meeressäuger auf die Insel, wo sie in den seichten, frostfreien Gewässern leichter Nahrung finden. Mit den ersten Löchern im Eis erscheinen Bart-, Eismeer-, und Ringelrobben und später kommen die Walrosse zur Aufzucht ihrer Jungen. In manchen Jahren ist die Insel von Abertausenden dieser massigen, schnurrbärtigen Tiere bevölkert. Auch der grösste Bestand von Eisbären in der Arktis ist hier zu finden.

Aus PolarNEWS 8 - Wrangel Island [415 KB]

Reiseleitung: Philipp Schaudy, Expeditionsleiter, Polarexperte


1. Tag: Frankfurt - Moskau - Anadyr
Linienflug von Frankfurt über Moskau nach Anadyr dem Hauptort von Tschukotka.

2. Tag: Anadyr - Einschiffung
Nach beinahe neunstündigem Flug über das riesige russische Reich landen wir gegen Mittag im Russischen Fernen Osten. Transfer zur Pier und Einschiffung auf die «SPIRIT OF ENDERBY». Am frühen Abend laufen wir aus und unsere Expeditions-Kreuzfahrt in eine der am spärlichsten besuchten Regionen der Arktis beginnt.

3. - 4. Tag: Tschuktschen-Halbinsel
Am ersten Tag auf See lernen wir die weiteren, internationalen Mitreisenden kennen und die Lektoren stimmen uns mit ihrem Vortragsprogramm auf die vor uns liegenden Tage ein. Am zweiten Seetag sollten wir die Tschukotka-Halbinsel erreichen, ein Naturparadies mit Tausenden von Seevögeln, die im Sommer zum Nisten hier in den Norden ziehen. Nur wenige

Besucher aus dem Westen hatten bisher die Chance, die gewaltigen Bergketten und abgelegenen Siedlungen der Tschuktschen in diesem Teil der Welt zu sehen. Ethnologisch gehört dieses Volk zu den Inuit, die einst über Nordamerika hinweg nach Grönland zogen. Während unserer Anlandungen werden wir einige typische Dörfer besuchen und die umgebende Tundra erkunden.

Auf Ittygran Island finden wir die «Whalebone Alley», eine heilige Kultstätte der Inuit, mit einer Vielzahl von Walknochen, die die einstige Walfangkultur dokumentieren.


5. Tag: Cape Dezhnev
Fahrt durch die Bering Strasse, der schmale Wasserweg, der Russland und die Vereinigten Staaten trennt und benannt nach dem einst im Dienst des russischen Zaren stehenden Seefahrers und Entdeckers Vitus Bering. Wir planen eine Anlandung bei Cape Dezhnev, dem östlichsten Punkt des eurasischen Kontinents.


Ein paar Seemeilen davon entfern versuchen wir eine weitere Anlandung in der Siedlung Uelen, hier leben die Tschuktschen wie seit Jahrtausenden von ihren Rentieren und vom traditionellen Fischfang. Eines der Hauptnahrungs-mittel ist des Walross. Davon fertigen die Einwohner von Uelen die weltbekannten Schnitzereien der Walrosshauer.


6. Tag: Kolyuchin Island
Unterwegs über den Polarkreis und hinein in den Polartag hoffen wir an der Insel Kolyuchin, im Nordpolarmeer vor der Küste von Chukotka gelegen, anzulanden Die kleine Insel liegt in einem Naturschutzgebiet, in dem im Sommer Tausende Kormorane, Lummen und Papageitaucher nisten. Gelegentlich findet man auch Walrosse am Strand.

Von nun an gilt mehr denn je auf dieser Reise: Flexibilität ist der Schlüssel zum Erfolg - Wetter und Eis bestimmen täglich aufs Neue das Programm.


7. - 11. Tag: Wrangel Insel
Durch das Packeis der Long Strait nähern wir uns der Wrangel Insel. Wir sollten an Deck sein, denn die Gewässer sind reich an Eisbären und Walrossen, die man häufig auf Eisschollen beobachten kann. Die Insel wurde 2004 mit ihrer atemberaubenden Landschaft von der UNESCO zum nördlichsten Weltnaturerbe erklärt und in die Liste des Welt-

kultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Bereits seit 1976 existiert das «Naturreservat Wrangelinsel», ein Schutzgebiet insbesondere für Eisbären, die hier überwintern und ihre Jungen aufziehen. Aber auch Walrosse, Moschusochsen, Rentiere und Schneegänse findet man in grosser Zahl. Zudem ist die Wrangel Insel nach wissenschaftlichem Konsens wohl der Ort, an dem ca.

1.500 v. Chr. die letzten Mammuts gelebt haben. Obwohl ihre Gebirgswelt bis zu 1.096 m über den Meeresspiegel aufragt und die Wrangelinsel im Winter völlig von Treibeisschollen eingeschlossen wird, ist das Land nicht vergletschert. Die sich nördlich anschliessende polare Packeisgrenze ist im Sommer in dieser Gegend in der Regel nur etwa 100 bis 200 km entfernt. Daher kommt es

vor, dass die Wrangel Insel selbst im Sommer nur schwer erreichbar ist, wenn sie von dicken Treibeisschollen umschlossen wird. Bei guten Eis- und Wetterbedingungen versuchen wir auch Herald Island, eine kleine und sehr unzugängliche Insel östlich der Wrangel Insel, anzulaufen.

1823 vermutete Ferdinand von Wrangel bei der Kartografierung der Tschuktschen-Halbinsel die Existenz einer der Halbinsel im Nordpolarmeer vorgelagerten Insel, nachdem er beobachtet hatte, dass Vogelschwärme weiter auf das Polarmeer hinausflogen. Die einheimischen Tschuktschen bestätigten dies, jedoch wurde die Insel erst 1849 gesichtet und am 12. August 1881 erstmals betreten.


Wichtig: Alle Landungen und Ausflüge auf beiden Inseln sind abhängig von örtlichen Genehmigungen und den zum Teil extremen Eisbedingungen.


12. Tag: Nordsibirische Küste
Obwohl diese Gegend gut kartiert ist, sind bislang wenige Expeditionsschiffe hierhergekommen. Je nach Wetter-bedingungen werden wir versuchen, um Kap Vankarem und entlang der wilden und abgeschiedenen Küste Anlandungen zu unternehmen.


13. Tag: Kolyuchin Bucht
Ausflüge entlang der Küste der Kolyuchin Bucht. In den Sanddünen lebt der seltene Löffelstrandläufer und in den Gewässern werden oft Buckelwale und Grauwale gesichtet.

14. Tag: Big Diomede Island
Im Jahre 1867, als die USA von Russland den Staat Alaska gekauft haben, wurden die Grenzen neu verlegt. So ist Big Diomede Island nun der östlichste Punkt Russlands. Ausser einer Grenzstation ist die Insel unbewohnt, denn die Ureinwohner, die Yupik, wurden nach Beendigung des 2. Weltkrieges auf das russische Festland umgesiedelt. Heute

finden wir hier eine grosse Brutkolonie Rotschnabelalken und andere Vogelarten vor. Die Diomedes-Inseln bestehend aus der «Kleinen Diomedes-Insel» im Osten und der «Grosse Diomedes-Insel» im Westen sind rund vier Kilometer voneinander entfernt und bilden zum einen die Staatsgrenze zwischen Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika und zum anderen auch die Internationale Datumsgrenze.

Erstmals von einem europäischen Forscher entdeckt wurden die Inseln im August 1728 durch Vitus Bering, der sie nach dem Tag der Entdeckung nach Diomedes, einem Teilnehmer des trojanischen Krieges, benannte.


15. Tag: Auf See - unterwegs nach Anadyr
Heute ist der letzte Seetag. Wir haben noch genügend Zeit, um die Eindrücke dieser aussergewöhnlichen Expedition Revue passieren zu lassen und uns zu entspannen.

16. Tag: Ausschiffung und Flug nach Moskau
Unsere Expeditionskreuzfahrt ist in Anadyr zu Ende. Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Moskau. Transfer zum ***Hotel.

17. Tag: Rückflug und Ankunft in Frankfurt
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen von Moskau und Flug mit Lufthansa nach Frankfurt.

Alle hier dargestellten Reiseverläufe dienen der groben Orientierung. Das Programm kann sich durch lokal vorherrschende Eis- und Wetterbedingungen, Verfügbarkeit von Anlandungsorten, sowie Tierbeobachtungsmöglichkeiten vor Ort laufend ändern. Der endgültige Reiseverlauf wird vom Expeditionsleiter an Bord bestimmt. Flexibilität ist Grundvoraussetzung bei Expeditionsreisen.






Verlangen Sie die detaillierte Dokumentation zu dieser Expedition, hier...

Angaben und Deckplan zur finden Sie hier...

Tschukotka Halbinsel, weiter... [631 KB]

Nützliche Tips für Ihre Reise finden Sie
hier...



Diese PolarNEWS- Leserreise wird mit unserem Partner Ikarus Tours durchgeführt.


Preise für PolarNEWS - Leserexpedition

Alle Preise in Euro pro Person  
A - Zweibettkabine mit Bullauge, ohne D/WC, Hauptdeck 15'990
B - Superiorkabine mit Fenster + D/WC, Mitteldeck 16'590
C - Superior-Plus Kabine mit Fenster + D/WC, Mittel- und Oberdeck 17'590
D - Minisuite, Oberdeck 17'990
E - Heritage Suite, Oberdeck 18'990
   
A - Einzelkabinen Zuschlag (Bullauge, ohne D/WC, Hauptdeck) 11'390
B - Einzelkabinen Zuschlag (Superiorkabine mit Fenster + D/WC) 12'590
C - Einzelkabinen Zuschlag (Superior-Plus Kabine, Fenster + D/WC) 13'490
   
Einzelzimmer Zuschlag Landprogramm 250
Innerdeutsche Anschlussflüge 90
Anschlussflüge ab/bis Wien 290
Innerdeutsche Bahnanreise (Rail&Fly) 94
Visum für Russland ca. 145
   



Im Preis inbegriffen
● Linienfüge nach Moskau ab/bis Franfurt inkl. Steuern und Gebühren
● Flüge ab/bis Moskau nach/von Anadyr
● eine Übernachtung im ***Hotel in Moskau nach der Seereise
● Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie inkl. Vollpension an Bord
● Bordsprache: englisch
● alle Landgänge und Zodiacfahrten während der Seereise
● erfahrenes Expeditionsteam an Bord
● informative Lektorenvorträge zu Flora, Fauna und Gebiet
● ein Reisehandbuch nach Wahl
● PolarNEWS-Reiseleitung ab 4 Personen
● PolarNEWS-Reiserucksack

Im Preis nicht inbegriffen
● Visum für Russland
● alkoholische Getränke an Bord,
● weitere Mahlzeiten in Moskau und Anadyr
● Trinkgelder an Bord,
● Versicherung
● evtl. Treibstoffzuschläge

Zahlungsbedingungen
Anzahlung bei Buchung 20% pro Person
Restzahlung 45 Tage vor Abreise

Annullationskonditionen
180 Tage vor Reisebeginn: 10% des Reisepreises
179-91 Tage: 25% des Reisepreises
ab 90 Tage: 100% des Reisepreises
zuzüglich Kosten für ausgestelltes Visa


Philipp Schaudy, Expeditionsleiter, Polarexperte

Philipp Schaudy lebt mit seiner Frau Valeska und seinen beiden Töchtern in der Nähe von Graz. Nach der Schulzeit studierte er in Österreich, Island und Spitzbergen Physiogeographie. Als nimmer‐müder Reisender und Abenteurer, passionierter Alpinist und Ausdauersportler, liebt er es unter freiem Himmel zu sein und versucht sein Leben so aufregend wie möglich zu gestalten. Er hat mehr als 80 Länder und alle Kontinente bereist, viele davon per Fahrrad. Sein persönlicher Reiseradkilometer-Zähler steht zurzeit auf 120.000 Kilometern.

Ist er zu Hause in Österreich, versucht er in seinen Multimediavorträgen über seine langen Reisen und Expeditionen den Besuchern diese faszinierende Landschaft mit der einzigartigen Flora und Fauna näher zu bringen.

Von Januar 2004 bis Oktober 2006 lebten Philipp Schaudy und seine Frau Valeska durchgehend in Longyearbyen. Sie erlebten nicht nur raue Winter, sondern auch die Magie der Polarnacht. In diesen Jahren begann er als Tourguide zu arbeiten. In den kalten Wintermonaten führte er mehrtägige Schneemobiltouren durch Svalbards Wildnis. Im Sommer war er mit Gästen auf Gletscher‐ und Wandertouren unterwegs. Seit 2005 fährt er auf kleinen Expeditionsschiffen und arbeitet als Expeditionsleiter, Guide und Vortragender auf Reisen in Svalbard, Grönland und in der Antarktis.



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Abt. Leserreisen
Am Kaltenborn 49-51
D-61462 Königstein

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